Schnittstelle · offene Protokolle
Frei konfigurierbar heißt:Die Daten gehören dem Gebäude.
Das GModG verlangt, dass die Daten der Gebäudeautomation über eine standardisierte, frei konfigurierbare Schnittstelle zugänglich sind. In der Praxis setzt das auf offene Protokolle wie BACnet (DIN EN ISO 16484-5), KNX (DIN EN 50090) und Modbus, statt auf herstellergebundene Systeme.
Kurz beantwortet · Stand September 2026
01 Vergleich
Drei Protokolle, drei Rollen.
| Protokoll | Typischer Einsatz | Norm |
|---|---|---|
| BACnet | Management- und Automationsebene, Anlagenverbund | DIN EN ISO 16484-5 |
| KNX | Raum- und Feldebene, Licht, Jalousie, Einzelraumregelung | DIN EN 50090 |
| Modbus | Anbindung von Zählern, Erzeugern und Geräten | offene Spezifikation |
Welches Protokoll wo eingesetzt wird, ist eine Planungsentscheidung. Entscheidend für die Pflicht ist, dass der Eigentümer an seine Daten kommt, ohne an einen einzelnen Hersteller gebunden zu sein.
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02 Ausschreibung
Worauf in der Ausschreibung zu achten ist.
- Protokolle und Objekttypen ausdrücklich benennen
- Zugriffsrechte und Dokumentation der Schnittstelle fordern
- Exportformate für Trend- und Verbrauchsdaten festlegen
- Eigentum an Konfiguration und Programmen regeln
03 Fragen
Häufige Fragen kurz beantwortet.
Erfüllt ein Herstellerportal die Pflicht?
Nur wenn die Daten über eine standardisierte, frei konfigurierbare Schnittstelle zugänglich sind. Ein reines Portal ohne Datenzugang reicht dem Sinn nach nicht.
Welches Protokoll ist das beste?
Keins pauschal. Sie ergänzen sich über die Ebenen der Gebäudeautomation.
Wie wichtig ist die Dokumentation?
Sehr. Eine offene Schnittstelle ohne Dokumentation ist praktisch geschlossen.
Quelle: Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), in Kraft seit 29.07.2026; GModG-Infoportal des BBSR; Richtlinie (EU) 2024/1275 (EPBD). Stand September 2026. Keine Rechtsberatung, maßgeblich ist der jeweilige Gesetzes- oder Normtext.
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